REINHART BUETTNER
Epistemische Schatten und Schablonen
27.3. bis 17.4.2011
Vernissage:
Samstag, 26. März 2011 18 Uhr
Dieses ist keine "retinale Kunst", sondern eine Gedankenkunst, würde Marcel Duchamps sagen, eine Kunst, die nicht auf Fragen antwortet, sonder eine, die selbst fragt, Gegenfragen stellt und weiterforscht, eine Kunst, die sich durch exemplarisches Problematisieren auf einer Entdeckungsreise befindet. Mit den "Hilfsfiguren" eröffnet Reinhart Buettner ein weiteres Kapitel seiner Objektkunst, an der er seit vielen Jahren unter den Titeln "Philosopher`s Toys", "Schwarze Modelle", "Discours", "Tools & Boxes", "Scholastische Modelle" arbeitet. Es sind meist schwarz gefasste Holzmontagen, im Falle der Hilfsfiguren sind es flache Reliefs, die an graphische Darstellungen erinnern, also an jene Figuren, mit denen wir uns Zusammenhänge klarmachen, die gleichzeitig aber unsere Vorstellungen prägen, abkürzen und konventionalisieren, uns also an alternativen Vorstellungen hindern. Wenn man die Platonischen Schatten von ihrem Charakter des schlechten Abbildes, der "wahren" Sachverhalte befreit und sie als Hilfsmitttel für Erkenntnis versteht, kommt man dem nahe, was hier gemeint ist und im Objekt vorgestellt wird.
30.3. 20 Uhr, Privatvorlesung
„Crux & Krücke“
Nachdenken über Prothesen, Hilfsmittel
und Phantomschmerz
13.4. 20 Uhr, Privatvorlesung
„UTINAM oder die Praxis des Konjunktiv“
