Logo – Galerie Salon 13

Kaiserstr.13
63065 Offenbach
Mittwoch + Sonntag
15.00 Uhr – 18.00 Uhr

Petra Mühl-Kauffmann

Mühl, Petra Maria

Malerei, Zeichnung, Fotografie und Installation

Vita

1965 in Hannover geboren
1981–84 Mitglied im Studio für Neue Musik, Leitung: José Luis de Delás, Köln
1985–88 Schule für Gestaltung Basel/Schweiz
1988–95 Studium an der Hochschule für Gestaltung Offenbach/M
1995 Diplom „Erinnern und Vergessen: eine Installation“
1991 Förderpreis der Futura AG Wiesbaden
1993–95 Johannes-Mosbach-Stipendium, Offenbach/M
1995 Diplomabschluss:Erinnern und Vergessen – eine Installation
2004–2006 Vorstand des bok Bund Offenbacher Künstler

2006–2011 Atelier auf Mallorca

Seit 2010 Atelier Kunstkaiser im bok/Offenbach/M

Mitglied im bok Offenbach/Main

ATELIER KUNSTKAISER

Kaiserstraße 13, Atelier im bok Offenbach/M

Fon: 0163-8027965

MIA PELENCO

SATURN, BLEI UND DIE LIEBE ZUR GEOMETRIE

Das neue selbstverständnis des melancholikers
(Katalogtext 2005: MELENCOLIAPROJEKT I)

Erinnern und Vergessen sind grundlegende Prozesse unseres Lebens, mit denen sich Petra Mühl seit ihrer Diplomarbeit 1995 in verschiedenen Projekten auseinandersetzt.

Die Erinnerung verklärt, verformt und konstruiert neu. Das Paradoxe des Vergessens: dass man nicht sagen kann, was man vergessen hat. Im Rückblick auf die eigene Geschichte, in Bezug auf unser Jetzt, schauen wir wie durch eine gefrorene Wasseroberfläche in die Tiefen unserer eigenen Bilder.

Dieser Blick wird geleitet durch Ordnungsprinzipien, emotional aufgeladene Objekte und ebenso Orte, an die wir - auch unwissend - zurückkehren.

In ihrer Ausstellung Anfang 2005 im frauen museum wiesbaden „Jetzt wird Erinnerung" zeigte die Künstlerin in drei Räumen die Schwerpunkte ihrer Arbeit: Ordnung, Objekte, Orte. Das Melencolia-Projekt gehört zu den Orten:

Durch Licht und Dunkelheit, Ferne und Transparenz, Gegenwart und Vergangenheit wird die Vielschichtigkeit von Erinnerung in eine eigene Sprache übersetzt, die die Dimension von Zeit und (Kunst-)Geschichte transformiert.

So treffen Mnemosyne und ihre Töchter auf Melencolia aus Dürers Kupferstich. Jedoch sind nur acht der neun Musen zu sehen, welche fehlt? Schaut man genauer hin, erkennt man sein Spiegelbild ...

Melencolia grübelt. Ihre Innenwelt zeigt sich uns in den um sie herum angeordneten Objekten, symbolträchtigen Gegenständen, die sich uns nicht auf den ersten Blick erschließen. Wir stehen vor ihrem Haus, es ist erleuchtet, jedoch keine Tür gewährt uns Einlass. Auf den zweiten Blick erst bemerken wir, dass wir tatsächlich in einem Raum stehen. Er wirkt verlassen, ein Raum, der den kosmischen Bezug preisgibt, das Haus der Melencolia beheimatet und bewahrt. Was ist innen und was ist außen? Ist es das Leben oder ist es die Erinnerung?

In Albrecht Dürers Kupferstich - Ausgangspunkt der Installation - scheint der Regenbogen am Horizont der vermeintliche Lichtblick zu sein. Wie ein Hoffnungsschimmer wölbt er sich über das Meer und das Land. Es ist das Zeichen, das Gott nach der Sintflut für den Bund mit den Menschen setzte und symbolisiert die göttliche Selbstbindung, nie wieder die Urwasser gegen den Menschen zu entfesseln. Ist die Hoffnung etwa der Ursprung unserer Melancholie?! Das helle Licht der Himmelserscheinung scheint in den Spiegelscherben, die den Boden des Hauses bedecken wie eingefangen und in tausend Teile zerlegt. Der zerschlagene Spiegel als Erinnerungsmetapher: es gibt keinen unverfälschten Blick zurück - alle Erinnerung ist Konstruktion.

EINZELAUSSTELLUNGEN [Auswahl]

2011 Offenbach/M Galerie Salon13, 2009 Frankfurt/M Roland Berger Strategy GmbH; Hamburg Galerie bei Marks, 2008 Alaró [Mallorca] Galería Castell Miquel [K], 2006 Mallorca Galerie Son Bauló, 2005 Wiesbaden frauen museum, 2004 Maintal Galerie der Stadt, 2003/2001 Offenbach/Main bok-Galerie, 2001 Hanau Remise Schloss Philippsruhe, 2000/1998 Frankfurt /Main Galerie Schamretta [K], 1996 Mainz Galerie der Stadt

AUSSTELLUNGSBETEILIGUNGEN [Auswahl]

2011 Dreieich ArtBuyArt, Frankfurt HeyneKunstFabrik@Zeilgalerie 2006 Hanau Museum Schloss Philippsruhe, 2004 Seligenstadt Landschaftsmuseum, 2002 Offenbach/Main DLM Deutsches Ledermuseum, 1996 Siegburg Kreishaus der Stadt/Rhein-Sieg-Kunstpreis, 1993 Aschaffenburg Neuer Kunstverein [K], 1992 Darmstadt Kunsthalle [K]

[K] = Katalog

ANKÄUFE/SAMMLUNG

Frankfurter Sparkasse 1822, Schloss Aystetten, Galerie Schamretta,

Resort Finca Carrossa/Mallorca, Sammlung Kienbaum Düsseldorf, Privatsammlungen