
Weber, Claudia
Vita
1961 geboren in Büdingen
1984-91 Studium der Kunstpädagogik an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt. Schwerpunkt Grafik bei Prof.Dr. Schütz.
1987 Gaststudium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach/M
Gedanken zu meiner Malerei
Ein guter Bekannter sagte einmal in einer Rede über meine Kunst, sie sei unvordenklich und unvorhersehbar. Damit beschrieb er treffend das Wesen meiner Malerei. Unvordenklich, weil nicht im voraus gedacht und geplant und damit unvorhersehbar.
Alle meine Bilder entstehen ohne Vorzeichnung. Wenn ich ein Bild beginne, weiss ich zunächst nicht, wohin es mich führen wird. Ich arbeite mit den der Malerei wesenseigenen Mitteln - Farben, Flächen und Linien. Malen an sich ist ein Prozess und erfordert ein ständiges Zwiegespräch zwischen dem Gestalter und seinem Bild. So wie ein Komponist Ton für Ton zu einer Melodie zusammenfügt, füge ich Farbe, Flächen und Linien zu einem harmonischen Ganzen.
Ich schaffe keine Abstraktionen von der Natur. Wenn mich Landschaften und Gegenstände inspirieren, so in erster Linie wegen ihres abstakten Gehalts an Farben, Formen und Strukturen.
Mich interessieren archaische Kunstformen, so z.B. die Höhlenmalerei oder die Kunst der Aborigines, da sie zeichenhaft, symbolisch und abstrakt sind. Ausserdem beschäftige ich mich mit Farbtheorien, mit der Informellen Malerei und dem Abstrakten Expressionismus.
Oft füge ich in meinen Gemälden auch lineare Zeichen oder Symbole ein, da durch sie eine zweite Dimension, eine Art abstrakte Tiefe geschaffen wird. Durch die Zeichen wird ausserdem ein Spannungsverhältnis zu den sie umgebenden Flächen geschaffen. Spannung zwischen Formen und Linien, Farbkontraste, Strukturen, Komposition - das sind alles Elemente, die im Prozess des Malens wichtig sind.
„Der Prozess des Malens wird als ein Abenteuer empfunden. Intelligente, empfindsame und leiden-schaftliche Menschen sollten keine vorgefertigten Ideen haben. Die Übereinstimmung zwischen der eigenen Person und der Leinwand wird, so unerwartet sie auch sein mag, zum entscheidenden Punkt. Die bedeutendsten Entscheidungen im Malprozess werden im Hinblick auf Wahrheit nicht nach Geschmack getroffen. Kein Künstler kommt stilistisch zuletzt dort an, wo er hinwollte, als er mit dem Malen anfing."
(Robert Motherwell)
| 1991-95 | Lehrtätigkeit, Jugendkunstschule in Offenbach am Main. |
| 1992-95 | Studium der Malerei bei Klaus Schneider (Atelierkunstschule) in Frankfurt am Main. |
| Seit 1992 | Lehrtätigkeit an der Schirn Kunsthalle in Frankfurt am Main. Ausstellungsbegleitende Kurse und Führungen für Kinder und Erwachsene. |
| Seit 1994 | Konzentration auf die Malerei. |
| Intensive Beschäftigung mit Farbe, Farbkontrasten und der Farbfeldmalerei. Entwicklung von Zeichen und Strukturen und deren Verbindung im Bild. Arbeiten in der Technik der Eitempera, Acryl- und Ölmalerei. Papierarbeiten mit Kreide und Stiften auf frottierten Hintergründen. Beschäftigung mit der Höhlenmalerei. | |
| Seit 1999 | Kursleiterin,Kunstverein in Bad Vilbel |
Ausstellungen
| 1996 | Galerie Hellhof, Kronberg (G) |
| 1997 | Galerie Hellhof, Kronberg (E) |
| 1998 | Treff im Quartier IV, Neu-Isenburg |
| Stadtbücherei Sprendlingen (G) | |
| 1999 | Praxis Dorothee Wagner Psychotherapeutin) Frankfurt/M (E) |
| Galerie Kunstwerk, Frankfurt/M (G) | |
| Vhs, Bad Homburg (E) | |
| Praxis Christoph Zekorn, Bad Homburg (E) | |
| 2000 | Kanzlei Rittershaus, Wißmann und v. Rosenstiel, Frankfurt + Mannheim (E) |
| 2001 | Kunstansichten, Offenbach/M (E) |
| Katasteramt, Frankfurt/M (E) | |
| 2002 | Schirn Kunsthalle, Frankfurt/M (G) |
| Salon Brenner, Offenbach/M (G) | |
| Kunstansichten, Offenbach/M (E) | |
| Amtsgericht, Bad Vilbel (E) | |
| 2003 | Kunstraum MATO, Offenbach/M (E) |
